VCD-Projekt: Reiselust - Neue Wege in den Urlaub
Zehn deutsche Urlaubsregionen kooperieren seit Anfang 2004 mit dem VCD, um das Thema in der Öffentlichkeit populärer zu machen und das Angebot für Reisende ohne Auto zu verbessern. Vor Ort arbeitet der VCD mit Akteuren aus Verkehr und Tourismus zusammen, um je nach individueller Situation mit Stärken-Schwächen-Analysen, Bahnwiederbelebungen oder Runden Tischen beratend zur Seite zu stehen. Die Regionen entwickeln im Rahmen des Projektes Pauschalen für Urlauber ohne Auto, die das komplette touristische Angebot umfassen und die Mobilität am Urlaubsort garantieren.
Um ein breites Angebot für Urlauber ohne Auto zu schaffen und das Thema „Nachhaltige Mobilität im Tourismus“ in die Öffentlichkeit zu bringen, hat der VCD im Zeitraum vom 1.08.2003 bis 31.08.2005 das von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt geförderte Projekt „Reiselust – Neue Wege in den Urlaub“ durchgeführt.
Das Projekt „Reiselust – neue Wege in den Urlaub“ ist ein erster Baustein, das Angebot für Urlauber ohne Auto zu verbessern. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Serviceaspekt. Das Projekt verfolgte das Hauptziel, die Tourismusanbieter in den Regionen zu den Themen „Nachhaltigen Tourismus“ und „Nachhaltige Mobilität“ zu sensibilisieren und vor allen Dingen Urlaub ohne Auto in Deutschland zu bewerben. In ausgewählten Partnerregionen sollten entsprechende Angebote geschaffen und vermarktet werden. Folgende Entwicklungsziele sollten erreicht werden:
- Öffentlichkeitsarbeit über Tageszeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Radio etc. mit der Botschaft: "Urlaub ohne Auto in Deutschland ist möglich, erholsam und ein ganz besonderes Erlebnis".
- Die Partnerregionen sollten eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnen, in der sie sich verpflichten, ihr Angebot für Urlauber ohne Auto stetig zu verbessern und zu bewerben.
- Die Partnerregionen sollten ihre Angebote für Urlauber ohne Auto in ihren Werbematerialien, Internetauftritten und in ihrer Selbstdarstellung besonders hervorheben.
- Aufbau eines Interntetportals, auf dem sich interessierte Urlauber über Angebote für Urlauber ohne Auto und entsprechende Reiseziele informieren können.
- Entwicklung von Modellmaterialien
- Etablierung der Themen "Nachhaltige Mobilität im Tourismus" und "Urlaub ohne Auto in Deutschland" in Tourismus-Studiengänge an Universitäten und Fachhochschulen
Um dies zu erreichen, hatte der VCD ein Kommunikationsnetzwerk zwischen verschiedenen Akteuren aus Tourismuswirtschaft, Verkehrsunternehmen und Politik in den Regionen gebildet. Der Dialog zwischen diesen Experten sollte zu einer höheren Umwelt- und Sozialbewusstsein führen, und die Entwicklung von Pauschalangeboten für Urlaub ohne Auto steigern. Das Projekt wurde von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet, der sich aus Mitgliedern verschiedener Bereiche zusammensetzte.
Neben Gesprächen mit verschiedenen Akteuren aus den Partnerregionen wurden Analysen zum touristischen Angebot durchgeführt. Ergebnis war, dass alle Regionen unterschiedliche Serviceleistungen vom VCD benötigten. Um das oben formulierte Projekt-Hauptziel sowohl als auch die verschiedenen Anforderungen der Regionen zu erreichen, bereitete der VCD unterschiedliche Servicebausteine vor. Dieses Maßnahmenpaket umfasste Beratungsleistungen zur regionalen Entwicklung, Moderationsangebote zur Koordination von ÖPNV- und Tourismusangeboten, eine wissenschaftliche Studie zu Stärken und Schwächen der Region im Hinblick auf Urlaubsangebote für Urlauber ohne Auto, eine Angebotsabfrage bei den Hotels der Region, eine bundesweite Tagung zum Erfahrungsaustausch, Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyarbeit bei Bundes- und Landesbehörden, Marketingmaßnahmen, Unterstützung bei der lokalen Pressearbeit, Präsentation der Region und ihrer Angebote auf der Projekthomepage, Vermittlung von Beratern bei Spezialfragen etc.
Inhaltlich unterstützt wurde der VCD von der fairkehr Verlags GmbH, die als Auftragnehmer mit der Erstellung der innerhalb des Projektes erschienenen Broschüren beauftragt wurde.